NUR EINE SPERRZEIT BEI NICHTBEWERBUNG AUF DREI KURZ HINTEREINANDER UNTERBREITETE ARBEITSANGEBOTE

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Werden einem Arbeitslosen innerhalb weniger Tage drei Arbeitsangebote unterbreitet und bewirbt er sich nicht, rechtfertigt dies nur eine Sperrzeit bei Arbeitsablehnung. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass, wenn einem Arbeitslosen innerhalb weniger Tage drei Arbeitsangebote unterbreitet werden und er sich auf diese nicht bewirbt, dies nur eine Sperrzeit für Arbeitsablehnung rechtfertigt (Urteil des 11. Senats des Bundessozialgerichts. 3. Mai 2000, Az.: B 11 AL 2/17 R).

Das Bundessozialgericht hat ausgeführt, dass bei mehreren Beschäftigungsangeboten, die in einem so engen zeitlichen Zusammenhang unterbreitet werden, dass sie der arbeitslosen Person gleichzeitig vorliegen, von einem einheitlich zu betrachtenden Lebenssachverhalt auszugehen ist. Bewerbe sich der Arbeitslose in einer solchen Situation nicht, muss dies als einheitliches versicherungswidriges Verhalten gewertet werden. Ein einziges versicherungswidriges Verhalten dürfe jedoch nicht mehrfach sanktioniert werden.